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Wie alles begann…

Es dürfte so Anfang oder Mitte 2014 gewesen sein, als ich auf die Idee kam, mein Gewächshaus mit einer Bewässerungssteuerung auszustatten. Natürlich gibt es für so etwas fertige Systeme, auch für den nicht gewerblichen Bereich.

Gewächshausbewässerung

Ich wollte aber selbst etwas bauen. Das lag sicher daran, dass ich schon immer an technischen Dingen interessiert war und auch im Alter von 11 oder 12 Jahren schon mit elektronischen Komponenten gebastelt habe. Damals, und das dürfte so 1983 gewesen sein, war das alles noch sehr rudimentär. Widerstände, Transistoren und Elektrolytkondensatoren waren die Hauptkomponenten. Und daraus wurden Blinker und Tongeneratoren gebaut. IC’s waren zu der Zeit auch noch recht teuer und kamen für mich nicht in Frage. Ahnung von Elektronik hatte ich eigentlich auch nicht. 🙂

Es war so eine Phase und sie ging denn auch vorüber. Denn etwas Neues hielt Einzug in die Haushalte bzw. in die Kinderstube: Die Heimcomputer. Mein erster Heimcomputer war ein VZ200 von Video Technologies. Wahnsinnige 1,2 Kilobyte Speicher für BASIC-Programme. Mit einer 16 Kilobyte Speichererweiterung war das aber wirklich ein prima Teil. Später dann wurde es ein C64, dann ein Amiga 500, dann ein Amiga 4000 und dann irgendwann ein 386er PC.

Aber zurück zu 2014. Ich suchte im Netz nach Ideen für meine Gewächshaussteuerung und stieß auf die Seite https://www.micro-dev.de. Dort fand ich eine passende Bastelei. So kam ich dann auch zum Arduino und zu den Mikrocontrollern der Atmel AVR-Reihe. Ich fand im Werkzeugschuppen meine restlichen Elektronikbauteile aus der alten Zeit und mein Interesse für Elektronik war wieder geweckt. Die Gewächshaussteuerung wurde gebaut. Ein prima Projekt um einiges über Mikrocontroller und deren Programmierung zu lernen.

Recht bald war mir das aber nicht mehr genug. Ich erinnerte mich an den VZ200 und hatte die Idee, mit einem Atmega162 und dem in den VZ200 (und anderen Computern) verbauten Video Display Controller MC6847 einen kleinen Computer zu bauen. Von da an hieß es: Datenblätter studieren, sich mit dem Timing der Bausteine zu beschäftigen und die Komponenten mit entsprechenden Logikbausteinen zusammenzubringen.

Da gab es etliche Fehlversuche, aber letzten Ende hatte ich es geschafft, den Atmega162 und den MC6847 zur Zusammenarbeit „zu zwingen“:

Es hat ein Jahr gedauert, bis ich soweit war. Und seitdem lässt mich die Elektronik nicht mehr los.